Kurz gesagt: Einen seriösen Pauschalpreis für Gartenpflege gibt es nicht. Der Preis hängt von Fläche, Zustand, Rhythmus, Anfahrt, Entsorgung und Leistungsumfang ab. Wer Ihnen am Telefon ohne Blick auf den Garten eine Zahl nennt, rät. Verbindlich wird es nach einer kostenlosen Besichtigung mit schriftlichem Festpreis.
Die Frage nach dem Preis kommt fast immer als erstes, und das ist völlig richtig so. Nur lässt sie sich am Telefon nun mal nicht ehrlich beantworten. Ein 300-Quadratmeter-Rasen in der Ebene ist etwas anderes als eine 300-Quadratmeter-Böschung am Hang, auf der man mit dem Aufsitzmäher nicht fahren kann. Deshalb hier, was den Preis tatsächlich bestimmt, damit Sie Angebote vergleichen können.
Die sechs Faktoren, die den Preis bestimmen
1. Größe der Fläche
Der offensichtlichste Punkt, aber nicht der wichtigste. Große Flächen sind pro Quadratmeter oft günstiger als kleine, weil sich Anfahrt und Rüstzeit besser verteilen.
2. Zustand des Gartens
Hier entscheidet sich am meisten. Ein Garten, der seit zwei Jahren niemand angerührt hat, braucht zuerst einmal eine Grundreinigung: Wildwuchs raus, Beete freilegen, Rückschnitt, Entsorgung. Das ist ein Einzelauftrag mit deutlich höherem Aufwand als die spätere laufende Pflege. Viele Kunden starten genau so und wechseln danach ins Abo.
3. Rhythmus
Alle zwei Wochen mähen ist pro Einsatz günstiger als alle acht Wochen. Klingt paradox, ist aber logisch: Kurzes Gras ist schnell gemäht und muss nicht abgefahren werden, langes Gras kostet Zeit und produziert Schnittgut.
4. Anfahrt
Wir arbeiten im Kreis Altenkirchen und im Westerwald. Innerhalb des Einzugsgebiets fällt die Anfahrt kaum ins Gewicht, weil wir Termine in einem Ort bündeln. Bei sehr abgelegenen Grundstücken kann sie eine Rolle spielen.
5. Entsorgung des Grünschnitts
Grünschnitt muss weg, und das kostet Transport und Entsorgungsgebühr. Wer den Schnitt selbst kompostiert oder eine eigene Grüngutabfuhr hat, spart diesen Posten. Wir weisen ihn im Angebot immer getrennt aus, damit Sie sich entscheiden können.
6. Leistungsumfang
Nur mähen ist etwas anderes als mähen, Kanten abstechen, Hecke schneiden, Beete jäten und Laub aufnehmen. Deshalb legen wir vorher gemeinsam fest, was dazugehört und was nicht.
Warum wir keine Preisliste ins Netz stellen: Weil sie in neun von zehn Fällen nicht passen würde. Wir haben lieber ein ehrliches Angebot nach zehn Minuten im Garten als eine Zahl auf der Website, die am Ende doch nicht stimmt.
Einzelauftrag oder Abo: was lohnt sich?
Der Einzelauftrag ist sinnvoll, wenn etwas Konkretes ansteht: Hecke schneiden, Baum fällen, Beet neu anlegen, Garten nach dem Winter wieder in Ordnung bringen.
Das Abo lohnt sich, wenn Sie den Garten dauerhaft nicht mehr selbst schaffen. Wir kommen dann in einem festen Rhythmus, ohne dass Sie jedes Mal anrufen müssen. Pro Einsatz ist das in der Regel günstiger, weil ein durchgehend gepflegter Garten schlicht weniger Arbeit macht. Dazu kommt der praktische Effekt: Sie müssen nicht mehr daran denken, wann was ansteht.
Was in einem guten Pflege-Abo enthalten sein sollte
- Rasen mähen und Kanten abstechen
- Hecken und Sträucher in Form halten
- Beete jäten und Unkraut entfernen
- Laubbeseitigung im Herbst
- Grünschnitt mitnehmen und fachgerecht entsorgen
- Ein Kontrollgang: Wir sagen Ihnen, was demnächst ansteht, bevor es zum Problem wird
Details dazu finden Sie auf der Seite zur Gartenpflege im Abo.
Woran Sie ein faires Angebot erkennen
Im ländlichen Raum unterbieten sich Anbieter teilweise deutlich. Der günstigste Preis ist aber selten der, mit dem Sie am Ende zufrieden sind. Achten Sie auf diese Punkte:
- Schriftliches Angebot. Was nicht auf Papier steht, ist keine Grundlage. Ein Angebot sollte Leistungen, Umfang und Preis benennen.
- Angemeldeter und versicherter Betrieb. Wenn beim Fällen etwas auf das Carport fällt, wollen Sie, dass eine Versicherung dahintersteht.
- Geklärte Entsorgung. Fragen Sie nach, was mit dem Grünschnitt passiert. Er gehört fachgerecht entsorgt, nicht in den Wald am Ortsrand.
- Fester Ansprechpartner. Sie sollten wissen, wer kommt, und dieselbe Person auch wieder erreichen.
- Keine Bargeschäfte ohne Rechnung. Ohne Rechnung entfällt der Steuervorteil und Sie haben im Streitfall nichts in der Hand.
Steuervorteil nicht vergessen
Gartenpflege im Privathaushalt gilt in der Regel als haushaltsnahe Dienstleistung. Der Lohnanteil der Rechnung lässt sich anteilig von der Steuerschuld abziehen. Voraussetzung: Sie haben eine Rechnung und Sie zahlen per Überweisung. Wie viel bei Ihnen tatsächlich ankommt, klären Sie am besten mit Ihrem Steuerberater. Wichtig ist nur, dass Sie überhaupt eine ordentliche Rechnung bekommen.
So läuft es bei uns ab
- Sie rufen an oder fordern einen Rückruf an.
- Wir kommen vorbei und schauen uns den Garten an. Das ist kostenlos und unverbindlich.
- Sie bekommen ein schriftliches Angebot mit festem Preis.
- Erst dann entscheiden Sie.
- Auf Wunsch geht es danach in die regelmäßige Pflege über.
Wenn Sie wissen wollen, was Ihr Garten konkret kostet: einmal anrufen genügt. Zehn Minuten vor Ort sagen mehr als jede Preistabelle.

